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Biografie

 

Als Du 1976 in Heidelberg geboren wurdest, war schon klar, dass Du etwas mit Musik machen würdest. Deine Schwestern und Deine Eltern spielten alle klassische Instrumente - zu Weihnachten wurden Lieder gesungen. Schon mit 6 Jahren bekamst Du Cello Unterricht. In München am musischen Gymnasium ging es dann weiter: Symphonie Orchester, Big Band und Chor. Als Du mit dem Cello dann zu Ray Charles Platten spieltest und auf Jam Sessions geigtest, wurde Dir schnell klar, dass ein richtiger Bass her musste. Von einem Schulkameraden kauftest Du einen gebrauchten Framus E- Bass und einen Gitarren(!) Verstärker. Anfangs in Quinten gestimmt lerntest Du Harmonie-Lehre, Technik und Groove. Zu Weihnachten gab es einen Kontrabass, mit dem Du Unterricht bei Henning Sieverts nahmst.

Deine weiteren Lehrer Patrick Scales und Raoul Walton zeigten Dir zwar die Technik am E-Bass, aber am meisten hast Du autodidaktisch gelernt und zwar auf der Bühne. Geholfen hat Dir auch Gerd Boelike, der mir Dir an Deinem 77er Jazz Bass und an Deinem Glockenklang herumschraubte, bis Du Deinen Sound gefunden hattest.

Nachdem Du 1996 das Abitur gemacht hattest, studiertest Du Maschinenbau, aber verbrachtest mehr Zeit mit der Musik: Du baust Dir einen großen Probenraum für Deine Hammonds und Rhodes und mit Deiner eigenen Funk Band On the Rhodes stehst Du 1997 das erste mal in der Unterfahrt auf der Bühne. Bald gründest Du Soul Unit, eine klassische Soul Cover Band, wo Deine langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Big Bands, unter anderem bei den Munich Lounge Lizards anwendest.

Du hattest das Glück mit Wolfgang Haffner , Dusko Goykovich, Roberto Di Gioa, Johannes Faber und Peter O Mara spielen zu können, jeder Takt war ein Erlebnis! Aber auch die Auftritte mit Gertis „Used Underwear”, Toms „Tankstelle” und Mirkos „Marshing Mellows” waren immer ein riesen Spaß.

Deine Vorbilder sind heute immer noch James Brown, Count Basie, Sting und vor allem der Saxophonist Maceo Parker, von dem Du alle Aufnahmen sammelst. Dir geht es in Deinem eigenen Spiel nur um eins: Groove. Wolfgang nennt das Kaa dee Wee, (Kraft durch Wiederholung) Pee Wee sagt: "Funk is what you don´t play". Wenn Du in Deinem Probenraum nicht Musik machst, reparierst  Du als Ingenieur Rhodes Pianos, die Dich vom Sound her genauso begeistern wie Deine Hammond. Schade, dass Du gar nicht drauf spielen kannst.